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Gangster Girls

Gangster Girls goes MARKET

Gangster Girls nimmt am diesjährigen dok.market in Leipzig und am East Silver Market in Jihlava teil.

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Sammy Kovacs Häfnerinnerungen

Neue Berichte der Exinsassin Sammy Kovac über die Zeit ihrer Haft!

Die Teile 1-7 der Erinnerungsserie gibts hier nachzulesen!

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Ein Briefwechsel

Hallo, Fr. Leisch!

Ich hatte die Möglichkeit, am Dienstag den 14.10 in unserer Justizanstalt den Film zu sehen, welcher hier produziert wurde.

Mit Wertschätzung ihrer Arbeit und in Anbetracht, dass ich diesen Film mit den Augen einer Justizwachebeamtin sah, wollte ich nach der Vorführung eigentlich keine Äußerung abgeben. Nachdem ich alles ein bißchen “sacken” lassen konnte, ist es mir dennoch ein Bedürfnis, ihnen eine Rückmeldung zu geben.

Ich bin sicherlich kein Mensch, der alles ablehnt, im Gegenteil. Ich bin offen und gespannt auf alles was da kommt. Nur dieser Film hat mich persönlich sehr traurig gemacht, da ich meinen Berufsstand als sehr negativ dargestellt wahrnahm. Auch wurde für mich das Bild der Inhaftierten unserer Justizanstalt als gewalttätig und reuelos dargestellt.

Ich weiß auch, dass es sich nicht um die Beamten gedreht hat, sondern um Insassen, die Beamte spielen. Dass ich mich aber auf das Bild des JWB´s konzentrierte, ist, denke ich, verständlich.

Schade, dass unser Berufsstand nicht ein bißchen besser weggekommen ist, da wir hier alle mit einer Aufgabe betraut sind, die nicht gerade einfach ist.

Schließlich und endlich begleiten wir Menschen eine sehr lange Zeit (manchmal sogar 20 Jahre lang), die für die meisten unserer Insassen höchstwahrscheinlich die schwierigste Zeit ihres Lebens ist. Und viele von den Insassinnen danken so manchen von uns für unsere sehr menschliche, fürsorgliche und verständnisvolle Art, mit der wir hier an die Probleme einzelner ran gehen. Wir sind gute Menschen, keine herzlosen, kalten Racheengel, die nur darauf sinnen, den Gefangenen das Leben hier herinnen zu erschweren.

Ich hoffe, dass die Menschen draußen, nicht so sehr auf die Figur  in der Uniform achten sondern den Sinn des Films besser verstehen als so manche Kolleginnen hier.

Ich wünsche ihnen dennoch viel Erfolg bei der Viennale und verbleibe

mfg
Hötsch Cornelia

Sehr geehrte Frau Hötsch,

Ich danke Ihnen sehr für Ihren Kommentar zu unserem Film.

Ich selber zweifle sehr daran, daß es sinnvoll ist, Menschen einzusperren, zumindest für einen großen Teil derer, die ich als GefängnisisassInnen kennenlernen durfte, gäbe es wahrscheinlich fruchtbringendere (aber eben: teurere) Alternativen.

Ich habe aber in den vier Jahren Theaterarbeit hinter Gittern immer wieder gemerkt,  daß das Eingesperrtsein nur dann zu ertragen ist - und sogar positive Auswirkungen zeitigen kann, - wenn diejenigen, die im Gefängnis arbeiten, einen hohen Anspruch an ihre Arbeit stellen und bereit sind, die Macht, die sie über andre ausüben zu reflektieren.

Ich habe gerade in der Schwarzau und in Gerasdorf einige Beamte und Beamtinnen kennengelernt, die sehr bewußt mit der Ihnen gegebenen Macht über die InsassInnen umgehen und sich sehr bemühen, den ihnen anvertrauten Menschen soweit wie möglich zu helfen und zu wichtigen AnsprechpartnerInnen und Vertrauenspersonen der Gefangenen werden.

Ich habe vor diesen BeamtInnen großen Respekt, denn einerseits ist Macht etwas, was die Machtausübenden meist viel weniger bewußt wahrnehmen, als diejenigen, über die Macht ausgeübt wird, andererseits kann es sicher sehr ermüdend sein, immer mit Menschen zu tun zu haben, die  schwierig sind (oder  besser: es schwierig haben) und trotzdem freundlich, hilfsbereit und gerecht zu bleiben.

Unser Film zeigt aber keine/n von ihnen. Wir haben uns nur darauf beschränkt, den InsassInnen zuzuhören und ihnen in der Theaterarbeit einen Freiraum zu geben, in dem sie über ihre Situation spielerisch nachdenken können.

Es ist wahrscheinlich kein Zufall, daß die von den Insassinnen gespielten “BeamtInnen” im Film immer nur bei Aktivitäten gezeigt werden, in denen es um Kontrolle, Durchsuchung, Erwischtwerden, also um die Ausübung ihrer Macht geht, daß sie nur als Ordnungsinstanz auftauchen, um zu verbieten, Streits zu schlichten, für Ordnung zu sorgen.

Ich glaube, zum einen ist das so, weil das Wesen des Dramatischen der Konflikt ist.

Eine nette Beamtin, mit der man über die Kinder und das Leben und die Liebe plaudert, ist zwar eine erfreuliche und manchmal rettende Erscheinung im wirklichen Leben, aber auf der Bühne vielleicht nicht sehr  dramatisch.

Aus diesem Grund haben die InsassInnen bei den Improvisationen über ihr eigenes Leben wohl auch eher Konflikte, Schwierigkeiten, Gewalttätigkeiten  als Glücksmomente gespielt.

Ich habe beim Schnitt des Filmes viel darüber nachgedacht, was es bedeutet, dass die Beamtinnen im Film nur als strenge Instanz der Macht vorkommen, nie als Menschen, mit denen man es auch manchmal fein und lustig hat.

Ich denke, es geht dabei um eine grundsätzliche Infragestellung der Entmündigung

die durch die Inhaftierung geschieht. Plötzlich müssen erwachsene Menschen um alles fragen wie ein kleines Kind. Plötzlich haben sie in der Instítution Gefängnis, - die ihnen in Gestalt der BeamtInnen gegenübertritt- eine fast allmächtige Instanz über sich, die über  jedes kleinste Detail ihres Leben entscheidet.

Ich glaube, daß die Darstellung der BeamtInnen im Film vor allem ein Sichabarbeiten an dieser demütigenden Unterwerfung unter die Macht der totalen Institution ist, nicht so sehr ein realistisches Portrait von konkreten JustizwachebeamtInnen.

Ich denke, daß der Film auf einer anderen Ebene sehr wohl Ihre Arbeit und die all jener, die für einen humanen Strafvollzug und für eine Verbesserung der  Situation der Gefangenen eintreten, würdigt.

Mit freundlichen Grüßen,
Tina Leisch

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Gangster Girls bei Era New Horizons

Gangster Girls wird kommende Woche auf dem Era New Horizons International Filmfestival in Wroclaw, Polen laufen!

Screening Dates:

Donnerstag, 30.Juli, 13.00 Uhr
Samstag, 01. August, 22.00 Uhr
(in Anwesenheit von Regisseurin Tina Leisch und Produzentin Ursula Wolschlager)

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Gangster Girls Open Air!

Am Samstag 4.Juli ist Gangster Girls im Programm von Kino unter Sternen am wiener Karlsplatz zu sehen.

Programmbeginn: 20.30h
Filz und Schmalz. Tina Leisch befragt Sammy Kovac über die Absurditäten des Häfenlebens.
Filmbeginn: 21.30h

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What are they doing in there?

Anfang Juni ist Gangster Girls Teil der Ausstellung “What are they doing in there?” in Glasgow.

more information in english

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Tina Leischs aktuelles Projekt

www.laufdavon.at
Roma- Revue “Schneid deinen Ärmel ab und lauf davon” ‘
unter Regie von Tina Leisch lief bis 31. Mai im Hermann-Fischer-Hof!
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Gangster Girls am Dok.Fest München

GANGSTER GIRLS läuft im Programm des DOK.FEST in München!

* Samstag, 09.05.2009, 21:30 im Atelier und
* Sonntag, 10.05.2009, 15:00 im Filmmuseum.

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Pressestimmen zum Kinostart

„Was als kleines Making-Of eines Theaterprojekts begonnen hat, wurde so zu einem großen Film, in dem vieles drinsteckt, was Kino so kann. Verbrechen und Alltag und große Gefühle zu erzählen; Realität mit Kunst eindringlicher zu machen, als sie es ohne Kunst wäre.“ Veronika Franz, Kurier

“Dabei bleibt Gangster Girls ein höchst lebendiger Film - das hat nicht zuletzt mit der Offenheit und Spielfreude seiner Protagonistinnen zu tun. Und mit der klugen filmischen Rahmung eines sozialen Milieus, eines Institutionellen Alltags, der in dieser Form sonst nicht zu sehen ist.” Isabella Reicher, Der Standard

“[...] die Gefängnisdokumentation Gangster Girls ist stark.” Christoph Huber, Die Presse

“Die Theaterregiesseurin Tina Leisch legt mit ihrem Kinodebüt eine überraschend dichte, vielschichtige und gewissermaßen über die Bande gespielte Milieustudie vor.” Stefan Grissemann, profil

Elfriede Jelineks Text zu Gangster Girls erschienen in der Stadtkino Zeitung. [download] [Text]

“Es ist, als hätten sie schon lange darauf gewartet, von sich erzählen zu dürfen, und man staunt über das Vermögen der Regisseurin, diesem drängenden Bedürfnis so sorgsam nachgegangen zu sein.(…) „Gangster Girls“, ein Dokumentarfilm über Frauen, auf die es ankommt.” Erich Hackl [>]

Tina Leischs großartige Dokumentation “Gangster Girls” bildet einen der Höhepunkte der Diagonale. Köksal Baltaci, Tirol online [>]

„Was auf den ersten Blick als schwieriges Thema erscheint entpuppt sich als Kinoerlebnis mit großer Emotion“ Megaphon

Tina Leisch gelingt nicht nur eine glaubhafte, feministische filmische Analyse von Gesellschaft und Gefängnis, sondern auch ein kluger Kommentar zum Problemfeld dokumentarischer Repräsentation.
Lea Susemichel, Anschläge [>]

„Ein vielschichtiges Portrait mit Seltenheitswert, das allen Protagonistinnen ihre Würde lässt“ Skip

“Ein völlig neuer Blick auf den Strafvollzug. (4 von 5 Sternen)” Österreich

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Lobende Erwähnung durch die Jury des Wiener Filmpreises 2008

Vor der Verleihung des Wiener Filmpreis 2008 (aufgrund mehrheitlicher Entscheidung an den Spielfilm Ein Augenblick Freiheit von Arash T. Riahi), verlas die Jurysprecherin Sylvie Rohrer noch eine Erklärung:

„Die Jury des Wiener Filmpreises 2008 regt dringend an, zwei Preise in den Kategorien Spielfilm und Dokumentation zu schaffen. Dass jetzt Filme zweier völlig unterschiedlicher Genres gegeneinander antreten müssen, zwingt die Jury, nicht Vergleichbares vergleichen zu müssen.

Bevor wir den Gewinner des Wiener Filmpreises 2008 – einen Spielfilm – bekannt geben, möchten wir einen Dokumentarfilm besonders hervorheben:

Gangster Girls von Tina Leisch bezeugt den unschätzbaren Wert des Einsatzes von Theaterarbeit in einer österreichischen Haftanstalt, dem Frauengefängnis in Schwarzau. Über den formalen Kunstgriff der Maskierung der ProtagonistInnen gelingt dem Film die Demaskierung eines Rechtssystems und seines Vollzugs. Wir sprechen diesem Film unsere lobende Erwähnung aus und wünschen ihm viele Zuschauer!“

Die Jury bestand aus: Andrea Braidt, Dimitré Dinev, Michael Kerbler, Ernst Molden, Sylvie Rohrer.

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